Mikko Perkola

Als Konservatoriums-Abbrecher aus der Arbeiterklasse fand Mikko Perkola es anfangs ziemlich befremdlich, mit Phantasm Consortmusik zu spielen. Das Consortspiel immer besser zu beherrschen bedeutete für ihn aber auch eine steile Lernkurve, die, einmal durchlaufen, nicht nur in der Hinsicht einen positiven Effekt auf ihn hatte, dass er ein aktiveres Mitglied der Gesellschaft wurde, sondern auch dahingehend, dass er lernte sich anderen Menschen ebenbürtig zu fühlen. In diesem Sinne war die Erfahrung mit Phantasm fantastisch. Zwei der wesentlichsten Glücksfälle in Mikkos Leben waren denn auch die Möglichkeit, während der Dekade von Phantasms dortiger Residenz unter dem Obdach der Oxford University und des Magdalen College in die Geheimnisse der englischen Gambenmusik eingeweiht zu werden, aber auch, Wege zu finden, die Spannungen zu lindern, die unausweichlich zwischen Ensemblemitgliedern auftauchen. 

Mit Phantasm reiste er zu Aufführungen und Aufnahmen auf der ganzen Welt – was einen deutlichen Kontrast zu den ganz anders gearteten Kunstprojekten bildet, in die er in finnischen Gefängnissen, Asylzentren oder Krankenhäusern involviert ist. Seine große Liebe gilt der Poesie, um die auch die meisten seiner Vorhaben kreisen, nicht zuletzt das Schreiben eigener Gedichte. Mikko hat drei Kinder und in der Zeit, die ihm neben deren Beaufsichtigung bleibt, arbeitet er mit Künstlern in verschiedenen Bereichen zusammen, von Alter Musik bis Multimedia.

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